Wie ist das, des Sinnes Willens zu arbeiten?
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr sinngetriebener Mensch bin.
Ich tue mir wahnsinnig schwer, längerfristig Dinge zu machen, in denen ich mir keinen Sinn sehe.
Aber nehmen wir das bloß als kleine Randnotiz, denn eigentlich möchte ich auf etwas anderes hinaus.
Ist es nicht so, dass jeder von uns zu Beginn gerne für etwas arbeitet? Also etwas, das einen mit Sinn erfüllt. Oder ist das nur in meiner Generation gerade en vogue?
Jedenfalls kommen wohl die meisten von uns an einen Punkt, andem sie sich gezwungen sehen, zwischen Profit und Sinn zu entscheiden. Die einigen wenigen, denen diese Entscheidung erspart bleibt, haben es bereits wirklich klug gemacht.
Aber worauf will ich denn nun eigentlich hinaus?
Vor einigen Monaten bin ich durch Zufall auf das Thema Verantwortungseigentum gestoßen und seither ein riesengroßer Fan!
Als Unternehmerin wurde ich mehrmals gefragt, was denn eigentlich mein Ziel sei. Will ich viel Geld verdienen, will ich berühmt werden oder will ich eigentlich ganz was anderes?
Tja, und wenn ich dann geantwortet habe, dass ich Unternehmerin geworden bin m wirklich etwas zu verändern und nicht bloß nur viel Geld zu verdienen, dann werde ich meist schief angesehen.
So nach dem Motto "Ekelhafte Weltverbesserer"...
Wenn ich dann auch noch hinzufüge, dass ich Sinn & Profit gerne kombinieren möchte, ist es bei den meisten ganz aus.
"Das sagst du jetzt nur so..." oder "Kannst ruhig sagen, dass es dir ums Geld geht" sind nur einige wenige Phrasen die mir dann erwidert werden.
Und so hab ich dann für einige Zeit wirklich gedacht, ich müsste mich zwischen diesen beiden Dingen entscheiden.
Zu Beginn ist meine Wahl dann auf Geld gefallen. Das geb' ich ehrlich zu. Problem war nur, dass mir die Arbeit keine Freude gemacht hat. Tag für Tag hab ich eine Firma aufgebaut, die mich eigentlich nicht im Geringsten interessierte...
Ich sah den Mehrwert meines eigenen Unternehmens nicht. Was dann natürlich auch dazu führte, dass meine Leistung massiv einbrach.
Ich arbeitete schon, so war es nicht. Aber den Output, den ich generierte... Tja den konnte man absolut vergessen.
Irgendwann saß ich also da. Ich war wohl gerade von der Schule ins Büro gefahren. Als ich so vor mich hin in meinen Laptop starrte und wieder einen LinkedIn Post las, der von Gründern handelte, die keinen einzigen Tag im Leben mehr arbeiten mussten, weil sich der Aufbau ihres Unternehmens nicht wie Arbeit anfühlte, da begann ich zu denken.
"Es kann ja nicht sein, dass jedem das Gründen so viel Spaß macht und ich meine Freizeit neben der Schule in etwas investiere, was mich eigentlich nicht im Geringsten interessiert.
Wenn ich meine Freizeit opfere, dann bitte für etwas Sinnvolles!"
Und genau in diesem Moment begann ich dann zu suchen und stieß irgendwie auf das Thema Verantwortungseigentum.
Ich las mich ein, sprach mit Gründern, hörte Interviews.
Und so kam ich zum Verantwortungseigentum.
Vielleicht nicht die Spektakulärste Story. Für mich aber rückblickend nicht nur sehr richtungsweisend sondern auch augenöffnend.
Gelernt hab ich aus dieser ganzen Geschichte eines.
Dass ich immer auf meine Intuition vertrauen darf und soll. Und niemals einfach nur irgendwas mache, weil es alle anderen auch so machen.
Rückblickend arbeite ich lieber für etwas, das mich zutiefst mit Sinn erfüllt, als Millionen zu verdienen, die für mich nichts außer wertlos sind.