Ein Plädoyer für die Verantwortung
Vergangene Woche war ich Rednerin bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Klimaschutz.
Bis dahin war mir natürlich bewusst, dass wir ein Problem haben und dass Klimaschutz wichtig ist.
Da es mich aber unmittelbar gottseidank nicht betroffen hat, war der Wille, etwas zu ändern eher gering.
Bis zum letzten Donnerstag.
In einem äußerst informativen Vortrag hat Marc Olefs sachlich dargelegt, wo wir im Punkto Klimaschutz momentan stehen. Und ich sags, es sieht nicht gut aus.
Aber wirklich nicht...
Migration
Mal abgesehen von dem Fakt, dass wir irgendwann selbst gegrillt werden und über 100 Tage im Jahr mit >30 Grad haben werden, gibts einige Dinge, die mir wirklich Sorgen bereiten.
Und zwar das Thema Migration & Klimaflüchtlinge.
Irgendwie scheint keinem so richtig bewusst zu sein, was da noch auf uns zukommt.
Dagegen ist 2016/17 ein Scherz.
Momentan sind wir auf dem allerbesten Weg, den Lebensraum von über 2 Milliarden Menschen zu stören.
2 Milliarden.
Das ist ein Viertel der momentanen Bevölkerung.
Das ist nicht nix...
Wir kommen doch jetzt schon kaum mit den paar Millionen zusammen, die aus dem Osten zu uns kommen. Gier & Neid, wohin man blickt. Und dabei geht's momentan eigentlich um nicht viel.
Man kann ja nicht einmal sagen, dass es um den Arbeitsplatz geht, denn wir brauchen die Zuwanderung am Arbeitsmarkt ja...
Defacto geht's einfach darum, dass wir keine neuen Menschen & Kulturen in unserem Land haben wollen.
Aber wie sieht das aus, wenn plötzlich 2 Milliarden vor den Türen Europas stehen. Da geht's dann um die Existenz. Leben und Tod.
Kein Scherz.
Wenn wir wirklich an den Punkt kommen und 2 Milliarden Klimaflüchtlinge haben, wünsche ich mir von tiefstem Herzen, nicht mehr auf diesem Planeten zu weilen.
Denn das wird eine massive Katastrophe.
Und alle, die jetzt sagen, das ich viel zu weit in die Zukunft denke und das ja gar nicht unser Problem sei, denen sei eines gesagt.
Die Situation, die wir momentan haben, haben wir auch nur, weil sich vor einigen Jahrzehnten Menschen gedacht haben, dass der Klimawandel sie ja nicht mehr betreffen wird und es eh alles noch so weit weg ist. Warum sich also jetzt schon den Kopf zerbrechen?
Da wären wir also wieder. Beim Thema Verantwortung.
Jeder will sie, keiner ist bereits sie aber wirklich zu tragen.
Eine Gesellschaft, die Lust auf Zukunft hat
Genau das brauchen wir.
Wir brauchen die Menschen, die Lust auf die Zukunft haben. Mit all ihren Herausforderungen.
Menschen, die sich nicht von vornherein schon maßlos überfordert fühlen.
Denn seien wir uns doch mal ehrlich. Bis auf einige wenige Wissenschaftler und Forscher hat doch keiner einen richtigen Tau davon, wie wir das wieder hinbekommen. Und das ist furchtbar traurig.
Den Menschen fehlt es an der grundlegenden Neugier, Probleme anzupacken und zu Forschen.
Es fehlt uns aber auch an den passenden sozialen Umgangsformen.
Wenn jeder immer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, brauchen wir das ganze hier ja garnicht weitermachen. Dann hat's eh keinen Sinn mehr.
Und in meinen Augen liegt das Übel mal wieder im Bildungssystem. Dort gehört von Anfang an ein neues Programm her. Dass die Menschen von morgen endlich mit den Werkzeugen ausstattet, die sie brauchen um das wieder hinzubekommen.
Ich wünsche mir wirklich nichts sehnlicher, als Regierungen, die endlich Verantwortung übernehmen, nicht den Kopf in den Sand stecken und immer nur Randthemen aufgreifen, anstatt sich mit den wirklichen Problemen auseinanderzusetzen.